Drehbuchautor via Skype zu Gast – Erfolgreicher Start der 15. Goslarer Filmtage

“Wenn ich könnte, würde ich…” ist das Motto der diesjährigen Goslarer Filmtage, die mittlerweile schon zum 15. Mal im Goslarer Theater stattfinden. Schon fast zur Tradition ist die Eröffnungsveranstaltung inklusive Film am Montagvormittag, 5. März 2018, geworden, bei der sich auch Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk für die Bedeutung der Jugendarbeit in Goslar ausspricht. Das, was eine Stadt ausmacht, seien nicht der Zustand der Straßen oder das Dach des Jugendzentrums, sondern die Menschen/die Gesichter der Stadt. Cineplex-Geschäftsführer Jill und Florian Wildmann unterstützen die Goslarer Filmtage als Initiatoren seit jeher und betonen, dass es äußerst wichtig sei, in der Region etwas für Kinder und Jugendliche zu tun.

Während der Woche haben Schulen die Möglichkeit, zum Motto thematisch passende Filme anzusehen und diese entsprechend vor- oder nachzubereiten. Infos zum Programm gibt es HIER. Die FOS2 in Goslar, die die Woche mitbetreut, hat das Motto “Wenn ich könnte, würde ich…” in verschiedene Kategorien gegliedert. Am Montag sollte das Thema “Digital sein” sein, am Dienstag “Erwachsen sein”, am Mittwoch “Held sein”, am Donnerstag “Überall dazugehören wollen” und am Freitag “Überall zuhausefühlen wollen”.

Eine musikalische Eröffnung der Schulband der BBS Goslar gehört mittlerweile auch schon fast zur Tradition.

 

Zwei Songs zum Thema begeisterten die Schülerinnen und Schüler im Publikum.

 

Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk bedankte sich bei allen Organisatoren.

 

Was wären die Goslarer Filmtage ohne Film? Gezeigt wurde das Sci-Fi-Abenteuer “Jugend ohne Gott”, das zwar in der Zukunft spielt, aber die bereits schon jetzt vorherrschende Leistungsgesellschaft kritisch unter die Lupe nimmt. Im Anschluss an den fast 120-minütigen Film wurde via Skype Drehbuchautor Alexander Buresch zugeschaltet. Aufgrund einer Grippeerkrankung konnte er leider nicht persönlich anwesend sein. (An dieser Stelle wünschen wir ihm gute Besserung!) Buresch, der das Drehbuch zum Film gemeinsam mit seinem Kollegen Matthias Pacht geschrieben hat, stellte sich den Fragen der BBS-Moderatorinnen Hannah und Julie. Neben Fragen zur Zusammenarbeit mit Pacht, entlockten sie ihm viele interessante Sichtweisen. So gab Buresch zu, dass er zunächst geschockt gewesen war, als er den Film das erste Mal gesehen hat. Er habe sich die Figuren beim Schreiben anders vorgestellt, als sie im Film sind. “Wenn ich den Film jetzt sehe, ist die Geschichte schlauer als ich es bin”. Auch die Schülerinnen und Schüler im Publikum stellten Fragen an den Autor. Neben den Erkundungen zu einzelnen Personen, fielen Fragen wie “Warum gab es nicht mehr Handlung, sondern nur die Perspektivenwechsel?”, “Wo liegt der Zusammenhang zwischen dem Titel und dem Film?” und “Warum spielt der Film nicht in der Gegenwart?” Nach einer abschließenden Diskussion im Kinosaal ging der erste Tag der Goslarer Filmtage erfolgreich zuende. Wir wünschen allen teilnehmenden Schulen viel Spaß für die kommenden Tage.

 

Der Drehbuchautor Alexander Buresch per Skype im Goslarer Theater zu Gast – die moderne Technik macht es möglich. Sehr sympathisch ist er!